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Donnerstag, 18. November 2010

Wenn Gott schweigt....

Wir sprachen gestern im Hauskreis darüber, was wohl los ist wenn Gott sich scheinbar nicht meldet und Funkstille herrscht.

  • Daddy, wo bist du, wenn ich dich brauche?
  • Warum tut Gott nichts?
  • Gott, hast du kein Interesse an mir?
  • Hallo?! Bist du überhaupt da?

Die Antwort ist eisiges Schweigen!

Dann fühlst du dich einsam und bekommst Zweifel, ob Gebet überhaupt Sinn macht und vielleicht denkst du sogar, dass es Gott gar nicht gibt.

Kennst Du solche Zeiten?

Was erwartet Gott von Dir, wenn es scheint als habe er gesagt: "Ich bin da mal weg..."?
Wie kannst Du sicher sein, dass er wirklich da ist? Wie kannst Du Deine Zuversicht zurück gewinnen und Deinen Glauben wieder herstellen?
Ich habe in meine Bibel geguckt und bin dabei auf David gestoßen.

"Herr, warum bist du so weit weg? Warum lässt du uns im Dunkeln umherirren, wenn wir dich am nötigsten brauchen?" Psalm 10, 1

"Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir?Wie lange noch muss ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind über mich triumphieren?" Psalm 13, 2-3

"Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen?1 Warum bist du so fern und hörst meine Hilferufe nicht?
Jeden Tag rufe ich zu dir, mein Gott, doch du antwortest nicht. Jede Nacht schreie ich zu dir, doch ich finde keine Ruhe." Psalm 22, 2-3

Tschja, hört sich nicht gerade nach großer Freude an, oder?
Vielleicht kannst Du Dich mit David identifizieren.

Weißt Du ich glaube, dass "Frömmigkeit" nicht bedeutet, dass wir niemals Zweifel haben.
Es geht nicht um Perfektion, es geht um einen Prozess, in dem Du im Glauben wächst. Verstehst Du was ich meine?
Schau Dir David an. Er wendet sich an Gott und sagt ihm, wie er sich fühlt und was er denkt. Gott hat versprochen:

"Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!" Philipper 4,6

"Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch." 1. Petrus 5, 7

So mies es Dir auch geht, so einsam Du auch bist - Du kannst auf eins vertrauen:
Du bist in Deinen Schwierigkeiten nicht allein! Egal wer Dich im Stich gelassen hat, dein BIG Daddy hat Dir versprochen, dass er Dich niemals allein lassen wird!

Bestimmt warst Du schon mal beim Zahnarzt, dass kann oftmals eine schmerzhafte Angelegenheit sein. Deshalb spritzt Dir der Arzt Novocain ins Zahnfleisch. Das ist ein Medikament, dass Dir das halbe Gesicht taub macht und Deinem Gehirn vorgaukelt in Deinem Mund täte nichts weh. Der Zahnarzt rattert mit dem Bohrer los ... Du empfindest keine Schmerzen. Du spürst nichts.
Doch in Wirklichkeit, würdest Du ohne Novocain, an die Decke gehen vor Schmerzen.

Was ich damir verdeutlichen möchte:

Gefühl und Wirklichkeit sind zwei unterschiedliche Dinge!

Wenn Du das Gefühl hast, dass Gott weit weg ist, dann musst Du Dir klar machen, dass Deine Gefühle nicht immer der Wirklichkeit entsprechen. Dein Verstand und Dein Herz werden manchmal von vielen Gedanken und Gefühlen bombardiert, dass es schwer ist, den Unterschied zwischen Wirklichkeit und Verarschung zu erkennen.

Diese Funkstille von oben kommt manchmal so plötzlich wie ein Tornado und manchmal wie ein sich langsam nähender Zug. Und weißt Du was Du in so einem Moment brauchst?
Du brauchst etwas, woran Du Dich festhalten kannst. Eine Rettungsleine.
Und diese Rettungsleine ist eine Versprechen von Gott:

»Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.« Hebräer 13, 5

Das ist nicht einfach anzunehmen. Und genau deshalb, musst Du Dir klar machen, dass Deine Gefühle nicht immer den Tatsachen entsprechen.
In Zeiten, wo Dir Gott weit weg erscheint, musst Du die Entscheidung treffen,
ob Du Dich auf Deine Emotionen oder auf Gottes Versprechen verlassen willst?!
Es ist eine Entscheidung des Glaubens, die Dir
keiner abnehmen kann. Römer 12, 2

Zrück zu David, was tat er?

"Ich aber vertraue auf deine Liebe und juble darüber, dass du mich retten wirst. Mit meinem Lied will ich dich loben, denn du hast mir Gutes getan."
Psalm 13, 6


Wow! Was für eine Veränderung! TSCHAKA
Am Anfang des Psalm's ist David echt unten und fragt sich, ob Gott ihn vergessen hat und jetzt baute er auf seine Liebe. Trauer verwandelt sich in Freude.
David traf die Entschluss auf Gott und seine Versprechen zu vertrauen.

Deine Perspektive kann sich, genau wie bei David, verändern, wenn Du Deine Herzenseinstellung änderst. Wenn Deine Emotionen mal wieder abdrehen und Dir einreden wollen, dass Gott keinen Bock auf Dich hat, musst Du die Entscheidung treffen TROTZDEM zu glauben.

Ich muss immer wieder drauf zurück kommen, weil es nun mal die prägenste Zeit in meinem Leben war und ich dadurch enorm viel gelernt habe.
Der Arzt sagte mir am 1. November 2007, dass ich noch ein halbes Jahr leben werde.
Die Ärzte waren ratlos und wussten nicht, was sie gegen den Tumor in meinem Kopf noch tun sollten. Meine Gefühle? Verzweiflung und Angst. Das hat mich eine Weile ziemlich runter gezogen, klar überlegte ich da mich selbst zu killen.
Wer will schon warten, bis er langsam aber sicher verreckt???

Doch dann habe ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens getroffen:

Ich ließ mich nicht von meinen Emotionen und Gefühlen bestimmen, ich beschloss mein Vertrauen auf Gottes Versprechen, mich niemals allein zu lassen, zu setzen.

Und als ich nach diesem Gebet meine Bibel irgendwo öffnete - ohne Scheiß - gab mir mein BIG Daddy die Garantie schriftlich.... ich las:

"Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt."
Matthäus 28, 20



Gott liebt Dich!


Bis morgen
Deine Jesus Punk


Foto: © Thorsten Lohse/pixelio.de
Dies ist ein Beitrag für die Initiative von www.Internetmissionar.de
18.11.2010

9 Klick hier um Kommentare zu lesen oder abzugeben:

  1. Grosse Klasse , liebi JPMandy !!!
    Besser kann man es nicht ausdrücken !!!

    Man merkt gut, dass Du Freude an der Bibel hast ! :)

    I.L.Pitri

    Gott segen Dich , im Namen von Jesus Christus . Amen .

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  2. Ein echt SSTARKER BEITRAG!
    Eine MUTMACHER - BOMBE :))

    Danke Mandy, dass du dir soviel Zeit und Mühe nimmst !!

    Reichen Segen für dich!!!

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  3. Danke, liebe Mandy, für diesen wunderbaren Beitrag!!! Mir kam dabei eine Einsicht in den Sinn, die ich vor einigen Tagen hatte. Nämlich: in der Bibel steht überall, wir sollen Gott auch in größter Not preisen. Und soo oft hab ich mich selbst quasi verdammt, weil ich das nicht konnte. Aber nun kam es mir: was heißt überhaupt "preisen"? Nämlich nichts anderes als: sich trotz allem immer wieder zum Glauben zu entschliessen - auch wenn dabei emotional überhaupt nichts abgeht und verzweiflung /wut/ schmerz etc sich absolut nicht ändern. wir müssen ja gar nicht immer grinsen um "Gott zu preisen"!!!
    Danke dass es Dich gibt, Mandy!! Sei FETT gesegnet und hab einen wunderbaren Tag!!!
    deine bina
    PS: Sag mal - kannst Du Dir nicht sogar als Internetmissionarin einen Tag pro Woche frei nehmen??? Ich glaube, das wäre sehr wichtig... sogar auf der Wanderung in der Wüste durfte einmal pro Woche kein Manna gesamnmelt werden. Wenn Daddy Dir keinen zweiten Beitrag für den nächsten Tag gibt, dann frag ihn doch mal, welchen der früheren Beiträge Du nochmal posten sollst!
    Mucho mucho amor de Panama, deine bina

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  4. Ja so ist es, manchmal schweigt Gott. Es ist so als wenn deine Mutter dir eine Aufgabe gegeben hat und nun musst du damit allein fertig werden. Du kannst sie nicht mehr fragen. Du bist auf dich allein gestellt.
    Nun hast du zwei Möglichkeiten:
    1. Du ignorierst die Aufgabe und tust nichts.
    2. Du nimmst deinen ganzen Grips zusammen und versuchst die Aufgabe nach besten Wissen und Gewissen zu lösen. Vielleicht suchst du dir auch einen Freund oder eine Freundin, die dir bei der Arbeit helfen können. Am Ende gehst du zu deiner Mutter und sagst, hier ist das Ergebnis. Sie wird sich freuen, was du geschafft hast und dir einen Rat geben, wie du es das nächste Mal noch besser machen kannst.
    Zum ersten Fall da wird dich deine Mutter zur Rede stellen, warum du nichts unternommen hast. Du wirst sicher kein Lob empfangen. Bestefalls ein kräftiges: Jetzt fang aber endlich an und sei nicht so faul und bequem! Ich gebe dir nur Aufgaben, die du auch erfüllen kannst!

    Wir müssen also nicht in Panik geraten, wenn Gott mal schweigt. Wir haben sein Wort zum Nachschlagen, wenn wir nicht wissen wie es weitergehen soll. Er will uns trainieren uns ganz auf ihn zu verlasen, das heißt auch fest auf dem geschriebenen Wort zu stehen und nicht nur auf den Worten, die wir von ihm hören.
    Das Zweite ist noch wichtiger, dass wir uns stets bewusst sind, dass er in uns Wohnung genommen hat durch den Heiligen Geist. Unser Körper ist seid der Wiedergeburt ein Tempel des Heiligen Geistes. Wo ich bin, ist Gott1 Klingt etwas verrückt, ist aber genau das, was Jesus in Johannes 17 sagt: Der Vater ist in mir und ich bin in euch, damit wir alle eins sind.
    Dies ist eine Aussage, die wir glauben müssen. Sie wird nicht durch unsere Gefühle bestätigt. Aber durch den Glauben an diese Tatsache bekomme ich meine Gefühle unter Kontrolle und kann zu meiner Seele sagen, ängstige dich nicht, die Zusagen Gottes sind in Jesus Ja und Amen.
    Gott freut sich, wenn wir ihm vertrauen, auch wenn wir von ihm nichts hören oder sehen, weil er dann sieht, dass wir im Glauben gewachsen sind und er uns mehr anvertrauen kann.
    Stille ist Prüfungszeit! Der Vater gebe euch Kraft die Prüfungen zu bestehen und mit ihm weiter zu gehen.
    Viel Segen beim Wachsen hin zu dem Haupt Jesus
    Euer Flunra

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  5. Danke Mandy, Gott hat durch Dich gesprochen! War wieder genau was für mich und meine Situation!
    Gottes Segen!!

    LG

    Micky

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  6. Wahnsinn!! : )
    Dies war nicht nur irgendein sehr mutmachener Beitrag, das war GENAU DER Beitrag, den ich GENAU HEUTE gebraucht habe!
    Wie hast du das gewusst?
    Liebe Mandy, Gott wirkt durch dich und erreicht viele Menschen, ich bin ihm so dankbar dafür.
    Danke für diesen Beitrag, das waren EXAKT die Worte, die ich heute gebraucht habe.
    Das war exakt das Thema, das ich heute in der Seelsorge angesprochen hatte. Es war ein viel zu schwerer Tag, ich bin viel zu sehr an meine Grenzen gestoßen und habe die ganze Zeit zu Gott gefleht: Gib mir jetzt endlich eine Antwort! Ich kann nicht mehr! Du sagst doch du lädst mir nie mehr auf als ich tragen kann! Aber das ist mehr als ich tragen kann! Und jetzt antwortest du mir noch nicht einmal, sagst mir nicht einmal, was ich tun kann!?"
    Du hast SO Recht, damit, dass du sagst, dass uns unsere Emotionen von vorne bis hinten anlügen können. Ich hatte wirklich einen Moment lang sehr stark mit aufkommenden Zweifeln zu kämpfen gehabt. Ich hatte sogar zu Gott gesagt: "Lass es doch nicht soweit kommen, dass ich an dir zweifeln muss und antworte mir endlich."
    Aber jetzt ist es Abend und wiedermal merke ich, dass ich immer noch lebe und gesund bin und keine Schmerzen habe und es mir im Grunde genommen gut geht, warum also sollte Gott nicht da gewesen sein? Es ist rein gar nichts passiert im Endeffekt, ich habe einfach wachsen müssen.
    Genau und das sind auch exakt die Worte, die mir meine Seelsorger heute gesagt haben: "Es geht nicht um Perfektion, es geht um einen Prozess, in dem Du im Glauben wächst." Amen! : )

    Deine Keksi

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  7. muss weg zum Hauskreis, drum nur kurz: Super, Vitamin-Power-Drink von mandy und Gott. Danke! Ulrike

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  8. Guten Morgen liebi Lüt :)

    Ich habe mich gerade gefragt , ob wir nicht manchmal zusehr darauf fixiert sind , dass wir Gottes Stimme direkt in unserem Ohr haben wollen... und dadurch bedingt , die Stimmen unserer Mitmenschen nicht wahrnehmen...die aber auch durch Gott reden . (wie in dem letzten Newsletter...das Comik ...der, der von Gott Rettung erwartet hat und die Feuerwehr drei mal in die Wüste geschickt hatte und schlussendlich abgesoffen ist)

    Ich grüsse euch gaaaaanz herzlich und wünsche allen einen segensreichen Tag

    I.L.Pitri:)

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  9. AMEN AMEN und ihr habt zusammen gleich nochmal nen Beitrag draus gemacht! Nuuuu den könnt ich ja "klauen" und zu nem neuen verwurschteln hähä
    Bina.... ich werd mal sehen was sich machen lässt.

    Ja ja, immer schafen.... schafen... schafen...

    (Hier in Mannheim bei uns ist "schaffen" arbeiten und unsere Nachbarin spricht es "schafen" aus - das ist Punk!") ;-)

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